Neue Pflegeheime in Frankfurt Am Main: Sehen Sie sich die Preise an

Frankfurt am Main erweitert sein Angebot an stationärer Pflege und betreutem Wohnen. Wer einen Platz für Angehörige sucht oder selbst planen möchte, stellt schnell fest: Leistungen, Preislisten und Zuschläge unterscheiden sich deutlich. Dieser Überblick erklärt die häufigsten Kostenblöcke, marktübliche Spannen und zeigt Beispiele realer Anbieter in der Stadt.

Neue Pflegeheime in Frankfurt Am Main: Sehen Sie sich die Preise an

Frankfurt am Main wächst – auch die Zahl älterer Menschen, die passgenaue Betreuung benötigen. Neue Häuser ergänzen bestehende Pflegeheime, Seniorenresidenzen und Wohnen-mit-Service-Angebote. Damit verbunden sind unterschiedliche Preisstrukturen: vom monatlichen Grundentgelt im betreuten Wohnen bis zum einrichtungseinheitlichen Eigenanteil in der vollstationären Pflege. Dieser Leitfaden ordnet zentrale Begriffe, typische Kosten in der Region und zeigt, worauf Familien bei der Auswahl achten.

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung dar. Bitte wenden Sie sich für persönliche Empfehlungen an qualifizierte Fachkräfte.

Betreutes Wohnen: Kosten pro Monat

Betreutes Wohnen kombiniert eine barrierearme Wohnung mit einem Grundservice (z. B. Hausnotruf, Ansprechpartner vor Ort). Pflegeleistungen sind nicht pauschal enthalten, sondern werden bei Bedarf ambulant hinzugebucht. In Frankfurt liegen die monatlichen Ausgaben typischerweise aus Miete, Nebenkosten und Servicepauschale zusammengenommen bei rund 1.100–2.100 Euro für kleinere Einheiten. Größere Apartments, zentrale Lagen und zusätzliche Dienste (Reinigung, Verpflegung, Wäscheservice) erhöhen die Summe. Wer regelmäßig Pflege benötigt, kann ambulante Pflegesachleistungen der Pflegeversicherung nutzen; diese senken die Zuzahlung für konkrete Pflegeeinsätze, nicht jedoch die Wohn- und Servicekosten.

Seniorenresidenzen: Angebote im Überblick

Seniorenresidenzen richten sich an Menschen, die Komfort, Sicherheit und Gemeinschaft wünschen – häufig mit Rezeption, Kulturprogramm, Restaurant, Fitness- und Therapieräumen. Üblich sind modulare Leistungspakete: Grundservice, Wahlleistungen (z. B. à-la-carte-Gastronomie), sowie individuelle Pflege durch hauseigene oder kooperierende Pflegedienste. In Frankfurt bewegen sich monatliche Gesamtausgaben je nach Apartmentgröße und Leistungsumfang meist zwischen 2.500 und 4.500 Euro. Wichtig ist ein Blick in die Leistungsübersicht: Sind Mittagessen, wöchentliche Reinigung, Notruf, Freizeitangebote oder Betreuungsleistungen inklusive, gedeckelt oder verbrauchsabhängig?

Preisliste Pflegeheim: So werden Beträge gebildet

In der vollstationären Pflege setzen sich die Kosten aus mehreren Bausteinen zusammen: einrichtungseinheitlicher Eigenanteil (EEE) für Pflege und Betreuung, Unterkunft und Verpflegung (U+V), Investitionskosten sowie ggf. Ausbildungsumlage. Die Pflegeversicherung zahlt je nach Pflegegrad einen festen Leistungsbetrag direkt an die Einrichtung; der EEE bleibt für Bewohner grundsätzlich gleich hoch, unabhängig vom Pflegegrad. In Frankfurt am Main liegen die monatlichen Eigenanteile für Bewohner – als Summe aus EEE, U+V und Investitionskosten – typischerweise im Bereich von etwa 3.000 bis 4.200 Euro. Seit 2022/2023 mindern Entlastungszuschläge diesen Eigenanteil prozentual in Abhängigkeit von der Aufenthaltsdauer, jedoch nicht Kosten wie Wahlleistungen. Prüfen Sie deshalb immer die offizielle Preisliste (taggenaue Sätze) und die vertraglich definierten Zuschläge.

Finanzielle Unterstützung und Zuschläge

  • Pflegeversicherung: In der stationären Pflege gewährt sie einen prozentualen Entlastungszuschlag auf den Eigenanteil, der mit der Aufenthaltsdauer steigt. In der ambulanten Versorgung (inkl. betreutem Wohnen) stehen je nach Pflegegrad Pflegesachleistungen oder Pflegegeld zur Verfügung.
  • Sozialhilfe/Hilfe zur Pflege: Reichen Einkommen und Vermögen langfristig nicht aus, kann nach Prüfung das Sozialamt unterstützen. Dabei werden anrechenbares Vermögen, unterhaltspflichtige Angehörige und Wohnsitz geprüft.
  • Weitere Entlastungen: Kurzzeit- und Verhinderungspflegebudgets, Entlastungsbetrag, Wohnraumanpassung sowie steuerliche Absetzbarkeit bestimmter Pflege- und haushaltsnaher Dienstleistungen. In der Praxis lohnt die Kombination mehrerer Bausteine; Beratungsstellen und Pflegekassen informieren zu Anträgen und Fristen.

Auswahlkriterien in Ihrer Umgebung

Neben der Preisliste zählen Qualität und Passung: Pflegefachquoten, ärztliche Anbindung, Therapieangebote, Speisepläne, Hausgemeinschaftskonzepte und Nachtbesetzung. Prüfen Sie Hausordnungen, Wartezeiten, Zimmergrößen und die Transparenzberichte des Medizinischen Dienstes. Gespräche mit der Heimleitung, Einblick in Aktivitäten und der Besuch zu unterschiedlichen Tageszeiten vermitteln ein realistisches Bild. Für betreutes Wohnen sind Lage (ÖPNV, Einkauf, Apotheke), Barrierefreiheit und Serviceumfang entscheidend. Vergleichen Sie stets reale Leistungen mit Ihrem Bedarf, nicht nur mit der monatlichen Summe.

Preisbeispiele in Frankfurt am Main

Nachfolgende Beispiele zeigen typische Bandbreiten in Frankfurt am Main. Es handelt sich um Schätzungen auf Basis marktüblicher Spannen und öffentlich kommunizierter Leistungsbilder; konkrete Entgelte variieren je Haus, Zimmerkategorie und Leistungspaket.


Produkt/Leistung Anbieter Kosten-Schätzung pro Monat
Betreutes Wohnen (1–2 Zi., Grundservice) Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe e. V. 1.100–1.900 € (Miete, NK, Servicepauschale; Pflege separat)
Seniorenresidenz/Service-Wohnen Kursana Villa Frankfurt 2.500–4.200 € (Apartment, Grundservice; Zusatzleistungen extra)
Vollstationäre Pflege (Einzelzimmer) Hufeland-Haus gGmbH, Frankfurt 3.200–4.100 € Eigenanteil gesamt vor Entlastungszuschlag
Pflegeheim (versch. Standorte) Caritasverband Frankfurt e. V. 3.000–4.000 € Eigenanteil gesamt je nach Haus
Betreutes Wohnen AGAPLESION MARKUS DIAKONIE Frankfurt 1.300–2.100 € (Miete + Service; ambulante Pflege nach Bedarf)

Die in diesem Artikel genannten Preise, Tarife oder Kostenschätzungen basieren auf den aktuell verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Eine eigenständige Recherche wird vor finanziellen Entscheidungen empfohlen.

Worauf Preisunterschiede konkret zurückgehen

  • Standort und Gebäude: Innenstadtlage, Neubau, energetischer Standard und Zimmergröße schlagen sich in Miete und Investitionskosten nieder.
  • Personal- und Versorgungskonzept: Umfangreiche Präsenz, Therapie- und Betreuungsteams erhöhen den Fachkräftebedarf.
  • Wahl- und Zusatzleistungen: Menüwahl, Wellness, Concierge, Reinigung, Wäscheservice und Freizeitprogramme sind oft optional, aber kostenrelevant.
  • Aufenthaltsdauer: In Heimen mindern Entlastungszuschläge den Eigenanteil schrittweise; bei Einzug sind die ersten Monate daher häufig teurer als spätere Zeiträume.

So lesen Sie Verträge und Preislisten

  • Leistungsübersicht: Welche Positionen sind pauschal enthalten, welche verbrauchsabhängig (z. B. Verpflegung, Strom, Telefon)?
  • Tagessätze vs. Monatssummen: Pflegeheime rechnen meist taggenau; Monatsangaben sind Hochrechnungen. Prüfen Sie Stichtage und Zuschläge.
  • Kündigungs- und Anpassungsklauseln: Indexierungen, Tariferhöhungen und Investitionskosten können Preise verändern. Dokumentieren Sie Zusagen schriftlich.
  • Schnittstellen ambulant–stationär: Im betreuten Wohnen sind Pflegeleistungen getrennt beauftragt; kalkulieren Sie realistischen Pflegebedarf mit ein.

Fazit

Frankfurt am Main bietet ein breites Spektrum an stationärer Pflege, betreutem Wohnen und Residenzangeboten – entsprechend unterschiedlich fallen die monatlichen Kosten aus. Wer systematisch die Leistungspakete, die Kostentreiber und mögliche Zuschüsse prüft, kann Angebote in der eigenen Umgebung sachlich vergleichen und die Variante wählen, die Bedarf, Budget und Wohnwünsche am besten abbildet.