Ermitteln Sie den Wert Ihres Hauses schnell und einfach.

Wer den Hauswert kennt, kann Entscheidungen rund um Verkauf, Finanzierung, Erbschaft oder Modernisierung deutlich besser einordnen. In Deutschland hängt der Preis nicht nur von Größe und Lage ab, sondern auch von Zustand, Energieeffizienz und rechtlichen Rahmenbedingungen. Dieser Überblick zeigt, wie Sie realistisch und strukturiert zu einer belastbaren Einschätzung kommen.

Ermitteln Sie den Wert Ihres Hauses schnell und einfach.

Der Marktwert einer Immobilie entsteht nicht „aus dem Bauch heraus“, sondern aus Daten, Methode und Kontext. Damit Sie schnell zu einer sinnvollen Orientierung kommen, lohnt sich ein klarer Ablauf: Objektunterlagen zusammentragen, die passende Bewertungslogik wählen und die Ergebnisse mit regionalen Vergleichsdaten abgleichen. So vermeiden Sie typische Fehler wie zu optimistische Vergleichsobjekte oder das Übersehen wertrelevanter Mängel.

Erfahren Sie den aktuellen Wert Ihres Hauses.

In Deutschland wird der Wert eines Hauses häufig als Verkehrswert (Marktwert) verstanden: der Preis, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr voraussichtlich erzielt werden kann. Für eine erste Einordnung helfen harte Eckdaten wie Wohnfläche, Grundstücksgröße, Baujahr, Modernisierungsstand, Energiestandard und Mikrolage. Besonders wichtig sind außerdem Faktoren, die Kaufinteressenten direkt betreffen, etwa Grundrissqualität, Feuchtigkeitsschäden, Dachzustand, Heizungsalter oder ein Sanierungsstau.

Für eine belastbarere Einschätzung sollten Sie regionale Referenzen heranziehen. Dazu zählen Kaufpreise vergleichbarer Objekte in Ihrer Gegend, Bodenrichtwerte (als Orientierung für den Grundstücksanteil) sowie die aktuelle Nachfrage in der jeweiligen Stadt oder Region. In vielen Kommunen liefern Gutachterausschüsse und deren Veröffentlichungen Hinweise zur Marktlage; auch Angebotsdaten aus Immobilienportalen können ein Gefühl für Preisniveaus geben, sind aber nicht automatisch mit tatsächlich erzielten Kaufpreisen gleichzusetzen.

Lassen Sie sich den Wert Ihres Hauses anzeigen.

Wenn Sie sich den Wert Ihres Hauses anzeigen lassen möchten, stehen typischerweise drei Wege zur Verfügung: automatische Online-Schätzungen, eine Einschätzung durch Maklerinnen und Makler sowie ein formelles Gutachten durch Sachverständige. Online-Modelle arbeiten meist mit Vergleichsdaten und statistischen Verfahren; sie sind schnell, aber weniger treffsicher, wenn Ihr Objekt stark von Standardparametern abweicht (z. B. außergewöhnliches Grundstück, Spezialausbau, Denkmalschutz oder erhebliche Mängel).

Für mehr Genauigkeit zählt die Datenqualität. Sinnvoll ist es, Unterlagen wie Grundbuchauszug, Flurkarte, Wohnflächenberechnung, Baubeschreibung, Nachweise zu Modernisierungen, Energieausweis, Informationen zu Wegerechten oder Baulasten sowie Fotos und Grundrisse bereitzuhalten. Je klarer Zustand und Ausstattung dokumentiert sind, desto besser lässt sich Ihre Immobilie mit realen Vergleichsfällen abgleichen und desto weniger „Sicherheitsabschlag“ steckt in der Schätzung.

Kosten und Anbieter spielen ebenfalls eine Rolle, wenn Sie zwischen schneller Orientierung und rechtssicherer Bewertung abwägen. Kostenlose Online-Bewertungen liefern oft nur eine Spanne; ein Vor-Ort-Termin kann die Treffsicherheit erhöhen; ein Verkehrswertgutachten ist vor allem dann relevant, wenn Behörden, Gerichte, Banken oder Erbengemeinschaften eine nachvollziehbare Herleitung benötigen.


Product/Service Provider Cost Estimation
Online-Immobilienbewertung (automatisiert) ImmoScout24 häufig 0 € für eine Basis-Schätzung; Umfang kann variieren
Online-Immobilienbewertung (automatisiert) Immowelt häufig 0 € für eine Basis-Schätzung; Umfang kann variieren
Online-Immobilienbewertung inkl. Kontakt zu Expertinnen/Experten Homeday häufig 0 € für die Online-Einschätzung; Zusatzleistungen variieren
Marktwertanalyse/AVM-Lösungen (teils über Partner/Profis) Sprengnetter je nach Zugang/Leistungsumfang oft kostenpflichtig; grob häufig zweistellig bis mehrere hundert €
Verkehrswertgutachten durch zertifizierte Sachverständige HypZert-Sachverständige (über Verzeichnisse/Institute) häufig mehrere hundert bis über 2.000 € je nach Objekt, Zweck und Detailtiefe

Preise, Tarife oder Kostenschätzungen in diesem Artikel basieren auf den zuletzt verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Zeitverlauf ändern. Vor finanziellen Entscheidungen wird eine unabhängige Recherche empfohlen.

Finden Sie heraus, wie viel Ihr Haus wert ist.

Um herauszufinden, wie viel Ihr Haus wert ist, hilft es, die gängigen Bewertungsverfahren zu verstehen. Beim Vergleichswertverfahren wird Ihre Immobilie mit tatsächlich gehandelten, ähnlichen Objekten abgeglichen und eignet sich besonders für typische Einfamilienhäuser in Märkten mit vielen Vergleichsfällen. Das Sachwertverfahren nähert sich dem Wert über Bodenwert plus (altersbereinigte) Gebäudeherstellungskosten an und wird oft genutzt, wenn Vergleichsdaten dünn sind. Das Ertragswertverfahren ist vor allem bei vermieteten Immobilien relevant, weil die nachhaltig erzielbaren Mieteinnahmen im Mittelpunkt stehen.

Praktisch entsteht eine realistische Preisspanne, wenn Sie methodisch kombinieren: Starten Sie mit einer Online-Schätzung als grobe Orientierung, prüfen Sie die Plausibilität über lokale Vergleichsangebote und justieren Sie anhand Ihres Objektzustands (z. B. neue Heizung vs. Sanierungsbedarf). Achten Sie dabei auf regionale Besonderheiten in Deutschland: Mikrolagen (Straßenzug, Lärm, ÖPNV), energetische Anforderungen und Sanierungsrisiken, aber auch rechtliche Punkte wie Nießbrauch, Erbbaurecht, Wegerechte oder Baulasten können den Marktwert deutlich verändern.

Am Ende zählt die Zielsetzung. Für eine erste Orientierung reicht oft eine saubere Datensammlung plus Vergleichslogik. Geht es jedoch um Streitfälle, Erbauseinandersetzungen oder belastbare Werte gegenüber Institutionen, ist eine qualifizierte Begutachtung meist angemessener, weil Herleitung, Objektbesichtigung und Dokumentation den Ausschlag geben. So wird aus einer schnellen Einschätzung eine nachvollziehbare, marktnähere Bewertung.