Brennholzpreise 2023: Wichtige Informationen für Käufer

Wer 2023 in Deutschland Brennholz kaufen möchte, trifft auf stark schwankende Preise und viele unterschiedliche Verkaufsformen – vom Sackholz im Baumarkt bis zur Schüttlieferung per Lkw. Dieser Artikel erklärt, welche Faktoren die Brennholzkosten beeinflussen, wie Preisangaben korrekt verglichen werden und worauf Käufer bei Qualität, Menge und Lieferung achten sollten.

Brennholzpreise 2023: Wichtige Informationen für Käufer

Steigende Energiekosten und eine hohe Nachfrage nach alternativen Heizformen haben 2023 dafür gesorgt, dass das Thema Brennholz wieder stärker im Fokus steht. Gleichzeitig ist „der“ Brennholzpreis schwer zu benennen, weil Holzart, Trocknungsgrad, Mengenangabe und Lieferbedingungen den Endpreis deutlich verändern. Wer Preislisten richtig liest und Einheiten vergleicht, kann Angebote realistischer einordnen.

Aktuelle Brennholzpreise im Jahr 2023

Die aktuellen Brennholzpreise im Jahr 2023 hängen besonders stark von Holzart und Feuchtegehalt ab. Harthölzer wie Buche oder Eiche werden häufig teurer gehandelt als Weichholz, weil sie bei gleicher Menge in der Regel länger und gleichmäßiger Wärme liefern. Ein weiterer Preistreiber ist der Trocknungsgrad: ofenfertiges (gut getrocknetes) Holz kostet üblicherweise mehr als frisches Holz, weil Lagerzeit, Flächenbedarf und Aufwand für Trocknung und Handling eingepreist werden. Auch die Abgabemenge spielt hinein: Kleine Gebinde (z. B. Sackware) sind pro Kilogramm meist teurer als größere Liefermengen.

Brennholzpreise im Jahr 2023 im Überblick

Für einen Überblick über Brennholzpreise im Jahr 2023 ist entscheidend, dass Angebote nicht immer in derselben Einheit angegeben werden. Häufige Einheiten sind Raummeter (RM, geschichtetes Holz inklusive Luftzwischenräume), Schüttraummeter (SRM, lose geschüttet) oder Festmeter (FM, reines Holzvolumen ohne Luft). Je nach Schnittlänge, Schichtung und Holzart können Umrechnungen variieren, weshalb ein Vergleich am zuverlässigsten ist, wenn Anbieter dieselbe Einheit und denselben Zustand nennen: Holzart, Restfeuchte, Scheitlänge und Lieferform. Zusätzlich unterscheiden sich Abholpreise (Selbstabholung) deutlich von Preisen inklusive Lieferung, insbesondere wenn Zufahrt, Entladeweg oder ein Kran-/Kippvorgang relevant sind.

Eine Analyse der Brennholzkosten 2023

Eine Analyse der Brennholzkosten 2023 zeigt mehrere praktische Kostentreiber, die Käufer oft erst auf der Rechnung sehen. Neben dem reinen Holzpreis wirken sich Transport, regionale Verfügbarkeit und Saison aus: Vor der Heizsaison steigt die Nachfrage häufig, während außerhalb der Spitzenzeiten mehr Auswahl bestehen kann. Qualitätskriterien beeinflussen ebenfalls den Preis: Gleichmäßige Scheite, geringe Rinden- und Feinanteile sowie klar ausgewiesene Restfeuchte sind für viele Haushalte entscheidend, weil sie Lagerung und Verbrennung vereinfachen. Auch Zertifizierungen oder Herkunftsnachweise können den Preis erhöhen, sind aber nicht automatisch ein Qualitätsgarant für die Trocknung.

Für die Gesamtkosten im Haushalt zählt außerdem die nutzbare Wärmemenge: Wer sehr feuchtes Holz kauft, bezahlt nicht nur für Wassergewicht, sondern riskiert auch schlechtere Verbrennung, mehr Rauch/Emissionen und höhere Ablagerungen im Ofen bzw. Schornstein. Daher ist es oft sinnvoll, Angebote nicht nur nach dem niedrigsten Zahlenwert zu beurteilen, sondern nach dem Verhältnis aus Preis, Trockenheit, Holzart und dem Aufwand, den das Holz bis zur Nutzung noch verursacht (Nachlagern, Umstapeln, Trocknen).

Ein realistischer Kostencheck für 2023 gelingt am besten, wenn man typische Verkaufskanäle gegenüberstellt: Baumärkte bieten häufig Sackware oder kleine Paletten an (gut für kurzfristigen Bedarf), während Holzfachhändler, Forstbetriebe oder Agrar-/Genossenschaftsmärkte eher größere Mengen liefern oder zur Abholung bereitstellen. Die folgenden Angaben sind als Kostenschätzungen zu verstehen, weil regionale Unterschiede, Holzqualität, Lieferradius und Saison den Endpreis stark beeinflussen.


Product/Service Provider Cost Estimation
Sackholz (ca. 20–30 kg, ofenfertig) OBI häufig im Bereich von etwa 6–12 EUR pro Sack (je nach Holzart/Region)
Sackholz (ca. 20–30 kg, ofenfertig) HORNBACH häufig im Bereich von etwa 6–12 EUR pro Sack
Sackholz (ca. 20–30 kg, ofenfertig) BAUHAUS häufig im Bereich von etwa 6–12 EUR pro Sack
Kaminholz (RM/SRM, ofenfertig, Lieferung möglich) toom Baumarkt grob häufig etwa 120–250 EUR je RM/SRM, abhängig von Holzart und Lieferbedingungen
Kaminholz (RM/SRM, ofenfertig, Lieferung möglich) Raiffeisen-Markt (regional) grob häufig etwa 120–250 EUR je RM/SRM, je nach Region und Sortiment
Kaminholz (RM/SRM, Lieferung/Abholung) Forstbetrieb/kommunale Holzvermarktung (regional) frisches oder vorgelagertes Holz teils günstiger; oft große Spanne, z. B. etwa 80–200 EUR je RM/SRM

Preise, Raten oder Kostenschätzungen in diesem Artikel basieren auf den neuesten verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Vor finanziellen Entscheidungen wird eine unabhängige Recherche empfohlen.

Beim Vergleichen hilft es, drei Fragen konsequent zu prüfen: Ist die Einheit identisch (RM, SRM, FM, Sackgewicht)? Ist das Holz wirklich ofenfertig (Restfeuchte klar angegeben, realistisch unter etwa 20 Prozent) oder muss es noch gelagert werden? Und sind Lieferkosten, Mindestmengen, Palettenpfand oder Zuschläge für schwer zugängliche Abladestellen enthalten? Gerade bei Online- oder Telefonangeboten lohnt es sich, die Scheitlänge (z. B. 25 cm, 33 cm) abzufragen, weil sie Einfluss auf Packdichte, Handling und manchmal auch auf den Preis hat.

Zum Schluss zählt auch die praktische Eignung für den eigenen Ofen: Nicht jeder Kamin nimmt lange Scheite, und nicht jede Lagerfläche erlaubt das Nachlagern von frischem Holz über Monate. Wer planbar heizt, kann Preisspitzen oft abfedern, indem er außerhalb der Hochsaison bestellt, größere Mengen in passender Einheit kauft und auf nachvollziehbare Produktangaben achtet. So werden Brennholzpreise 2023 weniger zur Überraschung, sondern zu einer kalkulierbaren Größe im Haushaltsbudget.

Fazit: Brennholzpreise im Jahr 2023 lassen sich nur sinnvoll bewerten, wenn Einheit, Trocknung, Holzart und Lieferbedingungen gemeinsam betrachtet werden. Ein strukturierter Vergleich und ein Blick auf die Gesamtkosten pro nutzbarer Wärmemenge helfen, Angebote realistisch einzuordnen und Qualität sowie Aufwand passend zur eigenen Heizpraxis abzuwägen.